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SCABINO DE ROSSA, Baldassare

 

1. SCABINO DE ROSSA, Baldassare (Balthasar)
Scabino, Rosso, Rossa, de Rossa, de Rossaforte

(DEHIO Niederösterreich, 1990, 133; THIEME-BECKER, 1935, 518; SCHNERICH, 1921, 221, BDA)

2. BERUFSBEZEICHNUNG

Maler, Malermeister, Freskomaler (vgl. DEHIO Niederösterreich, 1990, 133; THIEME-BECKER, 1935, 518)

3. BIOGRAPHIE

Scabina de Rossa war Maler in Wien und Niederösterreich in der ersten Hälfte des 18.Jh. (vgl. THIEME-BECKER, 1935, 518).

 

4. FAMILIEN-, FREUNDES- UND AUFTRAGGEBERKREIS

Er war als Maler im Dürnsteiner Stift unter Anderen mit dem Maler Gottlieb Starmayr angestellt (vgl. BDA; DEHIO Niederösterreich, 1990, 133).

 

5. WERKE

(WIEN)

5.1 21. Bezirk, Pfarrkirche Maria im Elend, Hochaltarbild
Als Meister des Hochaltarbildes „Ruhe auf der Flucht nach Ägypten“ gilt Scabina de Rossa. Es wurde ca. Mitte des 18. Jh.,
Öl auf Leinwand, nach einem Vorbild von Van Dyck (Pinakothek in München Nr. 827), gemalt (vgl. DEHIO Wien, 1954, 190;
ÖKT II, 1908, 498, THIEME-BECKER, 1935, 518).

5.2 21. Bezirk, Pfarrhof, Deckengemälde im Hauptsaal (1717)
Aus dem ursprünglichen Meierhof des Stiftes Klosterneuburg wurde nach einem Brand im Jahr 1677 der Pfarrhof. Die inner Ausstattung des Pfarrhofs ist zum Teil dieselbe wie davor. Das Deckengemälde im großen Saal wird Scabina de Rossa zugeschrieben. In dem kartuschenförmigen Mittelfeld, das von geschwungenen Stuckrahmen eingefasst ist, befindet sich ein Fresko, das vier Gruppen von Putten zeigt, diese symbolisieren die vier Jahreszeiten. Rund um dieses Feld sind sechs Medaillons angeordnet, in denen Putten mit bestimmten Emblemen die verschiedenen Tugenden darstellen (vgl. DEHIO
Wien, 1954, 190; MISSONG, 1990, 265)
.

(NIEDERÖSTERREICH)

5.3 Dürnsteiner Kellerschlössl
Die Deckenfresken in den Kabinetten stammen von Scabina de Rossa, in Zusammenarbeit mit Gottlieb Starmayr. Im Deckenfresko des östlichen Kabinettsaals werden an den Breitseiten die vier Elemente, an den Schmalseiten der Löwe und Adler, die Wappentiere des Dürnsteiner Propstes Hyronimus Übelbacher, dargestellt. Ein gemalter Rahmen von Blumen und Reben umgibt das Ganze. Im westlichen Kabinettsaal werden am Rande eines Buttenhimmels die allegorische Darstellung
der vier Jahreszeiten gezeigt, in die auch Jagdmotive mit eingeflochten sind. Das Deckengemälde des mittleren Saales wurde etwas früher von dem Kremser Maler Matthias Pichler erschaffen (vgl. BDA; DEHIO Niederösterreich, 1990, 133; FEUCHTMÜLLER, 1976, 37; GNEVKOW – BLUME, 1932, 20)
.

6. ABBILDUNGEN

(NIEDERÖSTERREICH)

Abb. 6.3
Dürnsteiner Kellerschlössl
Die vier Jahreszeiten

BDA, Bundesdenkmalamt Österreich, Dürnsteiner Kellerschlössl,
in: http://bda.at/text/136/1435/8694/ (28.10.2007)

7. BIBLIOGRAPHIE

DEHIO - Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Wien 1973, 192
DEHIO - Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Wien 1954
DEHIO - Handbuch, Die Kunstdenkmäler Österreichs, Niederösterreich 1990
FEUCHTMÜLLER Rupert et al., Dürnstein, eine Bergstadt vom Mittelalter bis zur Gegenwart, Wien 1976
GNEVKOW – BLUME Rudolf, Dürnstein, die Malerstadt an der Donau, Wien – Leipzig 1932
MISSONG Alfred, Heiliges Wien, Ein Führer durch Wiens Kirchen und Kapellen, Wien 1990
SCHNERICH Alfred, Wiens Kirchen und Kapellen, kunst- und kulturgeschichtlicher Darstellung von Alfred Schnerich. 
Zürich - Wien, 1921
TIETZE H., Die Denkmäler der Stadt Wien: XI-XXI. Bezirk (Österreichische Kunsttopographie 2) Wien 1908, 496-500

 
©Stefan Pichler, Januar 2008

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